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Die Gründung unserer Feuerwehr bis zur Auflösung nach dem zweiten Weltkrieg durch die sowjetische Besatzungsmacht

Aus den Katastrophen der vergangenen Jahrhunderten wurde nun eine Schlussfolgerung gezogen, dass nur eine gut organisierte und ausgerüstete Freiwillige Feuerwehr den Bränden Widerstand leisten kann. So berief der Bürgermeister Herr Warnicke mit den Bürgern Herr Fleischhauer und Herr Kegler am 20. September 1890 eine Versammlung im Ratskeller ein bei der sie beschlossen, eine Freiwillige Feuerwehr zu gründen. Diese drei Herren gelten nun als die Gründer der Freiwilligen Feuerwehr Stadt Eckartsberga.

Hierbei wurde auch ein Beschluss über die Mannschaftsstärke und Ausrüstung erfasst:

  1. 2 Brandmeister

  2. 8 Oberfeuerwehrmänner

  3. 12 Feuerwehrmänner

  4. 30 Spritzenmänner

Der Gründer Herr Fleischhauer wurde zum 1. Brandmeister und Leiter der Freiwilligen Feuerwehr ernannt. Herr Kegler wurde zum 2. Brandmeister deligiert.

Um die Freiwillige Feuerwehr finanzieren zu können, wurde am Gründungstag außerdem beschlossen, dass ein Mitgliedsbeitrag von 50 Pfennig pro Person zu entrichten ist und die Stadt finanzielle Mittel für die Anschaffung von Geräten zurücklegt. Eine jährliche Wahl des ersten und des zweiten Brandmeisters, sowohl des Spritzenführers wurden regelmäßig durchgeführt.

Die ersten Einsätze ließen nicht lange auf sich warten. Größere Brändte gab es im Jahr 1895 in Mallendorf und im Jahr 1897 erneut auf dem Treff 'schen Grundstück.

Am 16. April 1904 kam es zu einer Gesetzesänderung: Der erste und der zweite Brandmeister werden nun auf drei Jahre im Amt gewählt. Dies waren bei dieser Wahl als erster Brandmeister Herr Gittner und als zweiter Brandmeister Herr Müller.

Im darauffolgenden Jahr wurde der „MiniMax“ als neues Löschgerät angeschafft. Die Mannschaft absolvierte in der darauffolgenden Zeit einige Übungen damit, um mit der neuen Technik klar zu kommen.

Im Jahr 1906 kam es zu einem Brand im Eckartshaus und am 02. Februar 1909 brannte es in Seena. Hier kamen sechs Kameraden und eine Spritze der FFW Eckartsberga zum Einsatz.

In einer Versammlung am 10. September 1910 wurde beschlossen, dass bei Bränden die Stromzufuhr abgeschaltet werden soll, um Unfälle bei den Löscharbeiten zu vermeien. Außerdem wurde ein Vorschlag, die Freiwilligen Feuerwehrmänner zu Versichern, in die Tat umgesetzt.

Zu einer sehr guten Verbesserung im Bereich der Löscharbeiten kam es am 7. März 1914. Hier bekam die Stadt Eckartsberga eine neue Trinkwasserleitung, an die ein weitreichendes Hydrantennetz angeschlossen wurde. Nun konnten Brände effektiver und schneller bekämpft werden.

Die Arbeit der Freiwilligen Feuerwehr Eckartsberga wurde auch im 1. Weltkrieg fortgeführt, jedoch wurden einige Kameraden zu den Streitkräften gerufen, was die Wehr sehr schwächte. Im Jahr 1915 hatte die Wehr ihr 25jähriges Bestehen, wobei wegen dem Ernst der Lage (Weltkrieg) von Feierlichkeiten abstand genommen wurde. Ende 1920 kam es zu einem Großbrand in der Firma Kegler, im Sägewerk und in der Mühle. Alle Gebäude erlitten einen Totalschaden! Es folgten weitere Einsätze bei Bränden.

Im Jahr 1935 wurde eine Magirusspritze mit Fahrzeug für die Feuerwehr angeschafft. Sieben Jahre später wurden erneut zwei Tragkraftspritzen angeschafft. Es folgten außerdem weitere kleine Anschaffungen.

In der Zeit des Nationalsozialismus (zweiter Weltkrieg) blieb die Freiwillige Feuerwehr Eckartsberga bestehen und übte weiterhin seine Tätigkeiten aus. Es kam jedoch nicht zu größeren Schadensfälle durch Brände. Am 8. Mai 1945 wurden alle Organisationen, somit auch die FFW Eckartsberga aufgelöst.


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